Geschichte

Das Gebäude an der Adresse Úvoz 15, Praha 1 – Hradčany, aus dem durch eine umfangreiche Rekonstruktion im Jahre 2003 das Hotel QUESTENBERK entstanden ist, kann sich einer reichen Geschichte rühmen, die bis ins Jahr 1610 zurückreicht. Das QuestenberK-Palais, auch St.-Elisabeth- und Norbert-Spital genannt, wurde in den Jahren 1656 - 68 von Jan Jiří Gottwieck offenbar nach seinem eigenen Entwurf erbaut. Die Stirnseite machte eine hoch- und spätbarocke Gestaltung durch, bei der eine neue Treppe angelegt und die Fassade bearbeitet wurde.

Zur Gründung des Spitals trug Rudolf II. bei, wie aus seinem Reskript vom 18. Februar 1610 hervorgeht.

Vom eigentlichen Spital wissen wir eigentlich nichts, nicht einmal, wann genau es errichtet worden ist – erstmals taucht sein Bau erst sehr spät, im Jahre 1622, auf, bereits zu Zeiten der Abtei des Kašpar Questenberk, der laut der Schrifttafel über dem Eingang dessen Stifter war. Der Bau des ursprünglichen Spitals verlief zwar, den zeitgenössischen Floskeln zufolge, „von den Grundmauern an“, es ist allerdings wahrscheinlich, dass die Konstruktionen eines älteren Hauses in den Körper des Bauwerkes geraten sind. Der Schöpfer dieses Bauwerks war offensichtlich Melchior Meer, der für Questenberk in den 20er und 30er Jahren des 17. Jahrhunderts arbeitete.

Aus dem J. 1625 blieb das Fundationsinstrument erhalten, von dem wir wissen, dass das Spital zwar auf einem Klostergrundstück stand, allerdings schon hinter dem Klostertor, es war mit „wunderbarer Arbeit versehen und mit der Kapelle seiner Schutzherrin, der hl. Elisabeth“, ausgestattet. Heute haben Sie die Möglichkeit, an dieser Stelle unser Restaurant zu besuchen.

Gegenüber dem ursprünglichen Zustand veränderte sich auch das umliegende Gelände, das früher höher war und erst später scharf in den Hohlweg - Úvoz - sank. Der Eingang wird durch eine jüngere Treppe aus dem Jahre 1726 mit Seitenarmen zugänglich gemacht, die von einem vollen Gelände geschützt werden, ausgestattet mit Statuenverzierung mit einer Kalvarienberggruppe. Auf einem festigenden Pfeiler am Einstieg sind die Statuen der hl. Maria Magdalena einerseits und des hl. Johannes andererseits nicht zu übersehen. Inmitten der Treppe, die halbkreisförmig in die Straßen ausgeführt ist, befindet sich die Sandsteinkopie der Statue der Schmerzensmutter Maria unter der Gussfigur der Kreuzigung aus dem 19. Jahrhundert.

Über dem Portal ist eine Marmorplatte aus dem ursprünglichen Questenberk-Spital angebracht mit der Aufschrift:

„DOM / HOSPITALE QUESTEMBERGIAN M /AD HONOREM OMNLPOTENTIS DEI ET MEMORIAM BEATAE / ELISABETH“…